Brawa

H0 TRW 511-521 DRG II DC ex

H0 TRW 511-521 DRG II DC ex

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Art.Nr.: 3-44160
GTIN/EAN: 4012278441603
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Brawa 44160 H0 TRW 511-521 DRG II DC ex

Modelldetails

  • NEU:
  • Beleuchtete Oberwagenlaternen, bzw. Zugschlussleuchten
  • Separat schaltbare Innenbeleuchtung
  • 3. Spitzenlicht getrennt schaltbar
  • Neuer Motor
  • Neuer Sound

Informationen zum Vorbild

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg plante man in Preußen die Elektrifizierung einiger schlesischer Gebirgsstrecken, darunter auch der sogenannten „Zackenbahn" (nach dem Fluss Zacken) Hirschberg-Polaun. Bei einer Bewährung der noch jungen Traktionsart versprach man sich aufgrund der schwierigen topographischen Verhältnisse erhebliche Einsparungen und eine günstigere Betriebsführung. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte aber einen schnellen Abschluss der Arbeiten und so kam es erst 1923 zur durchgehenden Betriebsaufnahme. Da die Betriebsführung mit lokbespannten Zügen aufgrund des wechselnden Verkehrsaufkommens sehr umständlich war, kamen früh Überlegungen auf, den Betrieb mit Triebwagen durchzuführen. Die gute Eignung der ursprünglich für den Berliner Vorortverkehr beschafften ET88, bewogen die DRG weitere vierachsige elektrische Triebwagen zu beschaffen. 1926 - 1927 lieferten die LHW Breslau und WUMAG in Görlitz in Zusammenarbeit mit den SSW-Werken insgesamt 11 Triebwagen, die zu dem Symbol der elektrischen Zugförderung in Schlesien werden sollten. Die markanten Fahrzeuge mit den offenen Einstiegsbühnen wurden von der Bevölkerung „Rübezahl" getauft, ein Name der eigentlich einen launischen Berggeist des Riesengebirges bezeichnet. Die anfänglich grün lackierten und als „Breslau 511-521" bezeichneten Triebwagen wurden immer paarweise mit bis zu acht leichten Einheitsnebenbahnwagen als Beiwagen eingesetzt. Zwischen Josephinenhütte und Grünthal verkehrte dann wegen des geringen Bedarfs ein Triebwagen solo. Der größte Ansturm an Reisenden war an Wochenenden mit schönem Wetter und zur Wintersportzeit. Hier verkehrten dann bis zu drei Triebwagen mit zwölf Beiwagen als Zug. Anfang der 1930er Jahre erhielten die Triebwagen die neue Bezeichnung elT 1011-1019 und den zweifarbigen Triebwagenanstrich. 1941 erhielten die vierachsigen Triebwagen ihre letzte Nummer und wurden nun zu ET89 01-11. Bis auf ET89 11, der wegen eines Unfalls 1943 ausgemustert werden musste, erlebten alle das Kriegsende und das Ende der elektrischen Zugförderung in Schlesien. Vier Triebwagen gelangten zur PKP, wurden dort aber nicht eingesetzt. Von weiteren drei ist der genaue Verbleib unbekannt. ET89 01, 04 und 07 gelangten bis in die westlichen Besatzungszonen und so in den Bestand der 1949 gegründeten DB. Aufgearbeitet wurde nur der ET89 04 und leistete beim Bw München Hbf Dienst. Anfänglich noch als Wagen 2. und 3. Klasse geführt, zeigen ihn spätere Fotos als reines 3. Klasse Fahrzeug, das nach der Klassenreform 1956 dann ausschließlich die 2. Klasse führte. Am 02.09.1959 schlägt dann seine letzte Stunde – ET89 04 wird als letztes Exemplar seiner Gattung ausgemustert und wenig später zerlegt, so dass heute nur noch wenige Fotos an die einmaligen Triebwagen erinnern.


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